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Home » 2015 » June » 13 » Politik Frauen im Krieg
04:32
Politik Frauen im Krieg
http://www.welt.de/politik/ausland/article133099548/Ich-vertraue-ihnen-mehr-als-den-Maennern.html
09.10.14
"Ich vertraue ihnen mehr als den Männern"
In beiden Lagern im ukrainischen Bürgerkrieg kämpfen Frauen. Sie wollen gleichberechtigt sein, anerkannt werden – und sind bereit zu töten. Die Vorgesetzten schätzen sie aber aus einem anderen Grund.
Von Gabriela Baczynska, Donezk
Als die Kämpfe in der Ostukraine ausbrachen, arbeitete Irina als Croupier in einem Kasino und dachte nicht im Traum daran, jemals eine Waffe in der Hand zu halten. Nun spielt sie mit ihrem Leben. Irina hat sich einen Kampfnamen zugelegt – "Gaika", das ist der Name einer populären Komikfigur – und sich einer Artillerie-Einheit prorussischer Rebellen angeschlossen, um gegen die ukrainische Armee zu kämpfen.


Irina, deren Kampfname „Gaika“ lautet, kämpft auf der Seite der prorussischen Rebellen gegen die ukrainischen Regierungstruppen. Früher arbeitete sie in einem Spielkasino
Irina, deren Kampfname "Gaika" lautet, kämpft auf der Seite der prorussischen Rebellen gegen die ukrainischen Regierungstruppen. Früher arbeitete sie in einem Spielkasino Foto: REUTERS
"Wenn Dein Haus zerstört wird, alles, was dir lieb und teuer ist, Freunde, die Arbeit … am Ende ist es eine Frage des Charakters. Mädchen, die in den Kampf ziehen, sind wahre Russinnen", sagt sie. Ihr Schritt hat sich als eine harte Erfahrung erwiesen, doch sie bereut ihn nicht, sagt sie.

"Schmerzhafte Erinnerungen verblassen. Wir versuchen, uns auf das Positive zu konzentrieren, auf Erfreuliches, das Treffen mit Freunden etwa. Es sind jetzt so viele Freunde um mich herum. Der Krieg bringt die Menschen näher zusammen."


Eine prorussische Rebellin macht sich bereit für ihren Einsatz gegen die Regierungstruppen am Sergej-Prokofiew-Flughafen von Donezk
Foto: REUTERS Eine prorussische Rebellin macht sich bereit für ihren Einsatz gegen die Regierungstruppen am Sergej-Prokofiew-Flughafen von Donezk

Irinas, oder besser Gaikas Einheit ist außerhalb ihrer Heimatstadt Donezk stationiert, einer Hochburg der prorussischen Rebellen in der Ostukraine. Die Miliz, der ihre kleine Gruppe angehört, nennt sich Oplot. In Gaikas Gruppe sind sechs Frauen: Sie selbst, drei Sanitäterinnen, eine Kämpferin und eine Aufklärungsspezialistin.

Ihr Führungsoffizier Jesaul, ein Kosak aus der Region um die Stadt Lugansk, hatte zunächst Zweifel, ob er Frauen in seiner Einheit dulden sollte. "Aber jetzt vertraue ich ihnen mehr als den Männern", sagt er. "Frauen trinken nicht. Manchmal mache ich mir ernsthaft Sorgen über den Zustand meiner Männer, wenn sie sich nach einem Einsatz erholen." Das scheint gleichbedeutend zu sein mit betrinken, aber der Offizier sagt es nicht.

Wie ihre männlichen Kameraden kommen die Frauen aus allen Lebensbereichen. Eine Kämpferin, die ihren Namen ebenfalls mit Irina angibt, arbeitete an einer Tankstelle in der Stadt Gorlowka. "Die Angst ist unser ständiger Begleiter. Aber ich war noch mehr beunruhigt, als ich zu Hause saß und die Granaten fliegen und einschlagen hörte. Inzwischen aber habe ich mich an diese Geräusche gewöhnt", sagt sie.


Die andere „Irina“ der ukrainischen Fraueneinheit arbeitete vor Ausbruch des Bürgerkrieges an einer Tankstelle. Jetzt sammelt sie Informationen über den Gegner in der ukrainischen Stadt Makejewka
Foto: REUTERS Die andere "Irina" der ukrainischen Fraueneinheit arbeitete vor Ausbruch des Bürgerkrieges an einer Tankstelle. Jetzt sammelt sie Informationen über den Gegner in der ukrainischen Stadt Makejewka

Auch auf der gegnerischen, der staatlichen Seite kämpfen Frauen. Rund zehn regierungstreue Kämpferinnen haben sich dem 150-köpfigen Schachtarsk-Battalion angeschlossen, das an der Seite der ukrainischen Armee kämpft und sein Lager in einem Eichenwald rund 40 Kilometer außerhalb der Stadt Dnipropetrowsk, 250 Kilometer von Donezk entfernt, aufgeschlagen hat.

Die Einheit muss sich regenerieren nach einer verlustreichen Schlacht nahe der Stadt Ilowaysk. Die 20-jährige Krankenschwester Maria war bei der Schlacht dabei und berichtet, dass rund 30 Kameraden getötet oder verletzt wurden.

"Eigentlich wollte ich gar nicht humanitäre Hilfe leisten in diesem Krieg. Aber es gab einfach niemanden, der unsere verwundeten Jungs vom Schlachtfeld rettete und in Sicherheit brachte. Niemand hat diese Aufgabe übernommen. Also tue ich es."


Die Kalaschnikow ist ständige Begleiterin dieser prorussischen Kämpferin im ostukrainischen Donezk
Foto: REUTERS Die Kalaschnikow ist ständige Begleiterin dieser prorussischen Kämpferin im ostukrainischen Donezk

"Männer und Frauen leben, essen und kämpfen gemeinsam", bekräftigt Maria, die immer nur mit einer Pistole und ihrer Sanitätertasche in die Kampfregion zieht, um die Hände frei zu haben, den Verwundeten zu helfen.

Ihre Kameradin Alyona ist 21 Jahre alt und kommt aus Kiew. Zunächst trat sie in die Nationalgarde ein. "Aber das waren nur Straßensperren und Ausweispapiere kontrollieren. Ich wollte kämpfen! Und nun kämpfe ich bis zum bitteren Ende."


Die 36 Jahre alte Nadie an ihrem Schützenpanzer. Sie dient in der Instandsetzung der ukrainischen Armee in Lugansk
Foto: REUTERS Die 36 Jahre alte Nadie an ihrem Schützenpanzer. Sie dient in der Instandsetzung der ukrainischen Armee in Lugansk

Die kämpfenden Frauen beider Seiten bestätigen, dass die Männer in ihren Einheiten sie als Gleichgestellte behandeln, wenn auch einige Kameraden etwas mehr Nachsichtigkeit zeigen. Allen Frauen ist gemeinsam, dass sie kaum Respekt für Männer aufbringen, die nicht zu den Waffen greifen.

"Nur wenn ein Mann kämpft, ist er ein wahrer Mann", sagt die rothaarige Irina/Gaika. "Diejenigen, die in den Städten sitzen und an ihrem Bier nippen, sollten Röcke anziehen. Sie sind eine Schande."

Die Rebellenkämpferin Alla erwartet einen noch sehr lange währenden Krieg. "So viele Menschen, Kinder und Frauen wurden auf unserer Seite getötet. Ich will jetzt keinen Waffenstillstand mehr", sagt sie verbissen.


Alla, Spitzname Ryzhaja (die Rothaarige), posiert mit Waffe und Orden in der Rebellenhochburg Donezk
Foto: REUTERS Alla, Spitzname Ryzhaja (die Rothaarige), posiert mit Waffe und Orden in der Rebellenhochburg Donezk

Sie ist eine Kämpferin der ersten Stunde, diente erst als Köchin an einem Checkpoint und besitzt nach intensivem Schusstraining auf Enten im Fluss jetzt eine Pistole und ein Sturmgewehr. "Vielleicht werde ich nicht viele von ihnen töten können", sagt Alla, "aber eins ist sicher: Wenn jemand kommt, dann kriege ich ihn."
rtr/al

 
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